Der heilige Gerhard I. von Toul (935–994) war im 10. Jahrhundert Bischof von Toul. Der gebürtige Elsässer wurde 963 von Kaiser Otto I. zum Bischof ernannt. Er reformierte den Klerus, entwickelte das Klosterleben und ließ die Kathedrale von Toul wieder aufbauen. Er setzte sich für Frieden und Gerechtigkeit in seiner Diözese ein und förderte gleichzeitig Bildung und religiöse Architektur. Sein Handeln verstärkte den geistigen und kulturellen Einfluss Lothringens. Er war für seine Frömmigkeit und seine Wunder bekannt und wurde 1050 von Papst Leo IX., der selbst aus Toul stammte, heiliggesprochen. Er wird als Beschützer der Stadt und des Bistums Toul verehrt.