Der heilige Dominikus wurde um 1170 in Caleruega, Kastilien, geboren. Als Sohn eines Adels kehrte er dem Wohlstand den Rücken, um sich Studium, Gebet und Dienst zu widmen. Nachdem er Kanoniker geworden war, begegnete er auf den Straßen des Languedoc bald dem Schatten der Katharer-Häresien. Er lehnte das Schwert ab und entschied sich für das Licht des Wortes, ging barfuß und kämpfte mit Geduld und Feuer um die Herzen.
Aus dieser Begeisterung entstand 1216 der Predigerorden: ein Volk armer Brüder, verwurzelt in Wahrheit und Intelligenz, das sich der Aufgabe widmete, das Wort überall dort zu tragen, wo es schwankte. Die Überlieferung schreibt Dominikus auch die Verbreitung des Rosenkranzes zu – dieses einfachen und tiefgründigen Gebets, eines Weges der Meditation, einer spirituellen Waffe für eine Welt in der Krise.
Er starb 1221 in Bologna, ohne Besitz oder Titel, aber reich an einem lebendigen Erbe. Dominikus war Mönch, Missionar und ein Meister des Gebets. Sein liturgisches Fest wird am 8. August gefeiert.