Herodes (ca. 73 v. Chr. – 4 v. Chr.) ist als König von Judäa unter römischer Herrschaft bekannt. Von den Römern zum König ernannt, regierte er von 37 bis 4 v. Chr. und ist berühmt für seine großartigen Bauprojekte, darunter die Renovierung des Tempels in Jerusalem. Politisch geschickt, aber auch für seine Grausamkeit bekannt, ließ er aus Angst vor einer Verschwörung mehrere Mitglieder seiner eigenen Familie hinrichten. In der christlichen Tradition ist er vor allem für den Kindermord in Bethlehem bekannt, eine im Matthäusevangelium aufgezeichnete Episode, in der er angeblich Kinder in Bethlehem töten ließ, um das Jesuskind zu beseitigen.